Auf der Suche nach dem Grabenhecht!

Andre Schmidt

Wie gehe ich bei Frost und Schnee effektiv auf Grabenhechte? Ein Grabengewässer erscheint für einen Hechtangler zunächst oft unspektakulär. Wer ahnt denn auch schon, dass sich in diesen vorfachtiefen Gewässern in der kalten Jahreszeit oftmals kapitale Hechte herumtreiben. Für interessierte „Angreifer“ werden meine heutigen Tipps zum Thema „Grabenangeln in Winter“ eine wirkungsvolle Brücke schlagen, damit Ihr diese Zeremonie recht bald mit einem schönen Esox feiern könnt. 

 

Finde den richtigen Hotspot! 

Potentielle Hechtgräben gibt es vielerorts, bei der Auswahl sollte aber darauf geachtet werden, dass der Graben mindestens einen Meter tief ist. Entlang der oft monotonen Strukturen sind besonders Graben-Kreuzungen oder Brücken, Tunnel oder ähnlich aussichtsreiche Beschaffenheiten „wahlberechtigt“, die sich vom eigentlichen Streckenverlauf abheben.

 

Geräte-Auswahl!

Ich wähle für diese Angeltechnik eine 3,60 Meter lange Deadbait Rute (eigene Empfehlung die Mr. Pike „Classic Bank“) oder ein 3,90 Meter langes Modell. Diese kombiniere ich mit einer Freilaufrolle (Mr. Pike „Releaser“). Dann bespule ich die Rolle mit einer 45er Monoschnur (z.B. Quattron Salsa). Des Weiteren verwende ich eine 20 oder 30 Gramm tragende Mr. Pike Pose. Zu guter Letzt einen Wirbel mit 20 Kilo Tragkraft und ein mindestens 10 Kilo starkes Stahlvorfach mit einem einzelnen Drilling, natürlich ebenfalls aus dem Sortiment von Mr. Pike. 

 

Clevere Köderauswahl!

Als Verführer für Grabenhechte bieten sich alle möglichen toten Köderfische an, z.B. die unterschiedlichsten Weißfische (natürlich nur solche, die im jeweiligen Gewässer erlaubt sind), aber auch Meeresfische wie Makrelen, Heringe, Sardinen und Stinte finden gierige Abnehmer. Meine Köderlieblinge bleiben aber die einheimischen Brassen und Rotaugen, wie sie in den meisten Gewässern natürlich vorkommen. 

 

Drei Methoden, die Du sofort ausprobieren kannst!

Methode 1: Die Posenmontage mit einem Weißfisch im Rücken angehakt, wobei dieser frei treibend über Grund an den oben genannten Spots angeboten wird.

Methode 2: Hier lege ich einen Meeresfisch oder einen Weißfisch, der jeweils in der Schwanzwurzel angeködert wird, an einem der besagten Spots auf Grund. Sowohl mit einer Posenmontage als auch einer klassischen Grundmontage kann ich so verfahren. Im letzteren Fall sollte ein Mr. Pike Drop-Back-Bissanzeiger mit im Einsatz sein.

Methode 3: Fällt mir an einem Grabengewässer kein offensichtlicher Spot beziehungsweise ein sicheres Versteck des Hechtes ins Auge, empfehle ich, mit einem im Maul gehakten Rotauge langsam zu schleppen. Und das bitte wiederum hinter einer Posenmontage. Dazu wird das Rig in der Mitte des Grabens ausgeworfen und ich entferne mich einige Schritte von dem Köder bei offenem Schnurfangbügel. Anschließend den Bügel schließen und jetzt mit ausgestreckter Rute ganz langsam dem Grabenverlauf entlang folgen. So macht der Grabenjäger „Strecke“ und früher oder später stößt er auf einen hungrigen und aktiven Winterhecht. 

 

Auch ein unscheinbarer Graben kann Dich zum XL-Hechtfänger machen.

 

 

Viel Erfolg und Petri Heil wünscht Euch…

 

Euer

 

Andre Schmidt, Team Quantum

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