Zander – nachts abgeschleppt!

Wer bei Einbruch der Dunkelheit draußen sitzt, hört oft so manches Geräusch von nachtaktiven Tieren. Das Grillen der Zirpen oder vielleicht ein ohrenbetäubendes Konzert von Ochsenfröschen, dem akustischen Hintergrund setzt die Natur keine Grenzen. Auch der Zander ist nachtaktiv, man hört und sieht ihn jedoch nicht, wenn er in der Dunkelheit lautlos durch das Wasser schwimmt und Beutejagd am Uferrand macht. Nachts auf Zander zu angeln, ist spannend – und doch für viele ein alter Hut. Zander vom Boot aus zu schleppen ist nicht vergleichbar. Daher nehme ich Euch jetzt mit auf meine „Nussschale“ und Ihr erfahrt mal etwas über das Schleppangeln auf die Stachelritter: Welcher Köder passt am besten und in welcher Tiefe komme ich dem Räuber näher? Das Wort „flach“ spielt in diesem Beitrag eine entscheidende Rolle. Es ist ganz anders als das, was die meisten kennen, und deshalb sensationell gut!

Wie flach denkt Ihr? Naja, so flach wie Euer Boot es zulässt. Tiefen von 50 Zentimetern sind für Zander gar kein Problem. Jetzt müsst Ihr nur noch den richtigen Köder für diese Methode finden. Hier kommen natürlich nur Wobbler in Frage, die nicht tiefer als einen Meter laufen, wie z.B. von Quantum der Manns Super Stretch 1-Minus, in 15 Zentimetern. Eine echte Fanggranate! Die Köderwahl ist wirklich unglaublich wichtig. Ihr solltet einen Wobbler verwenden, der schon bei langsamer Geschwindigkeit zu laufen beginnt. Der Lauf sollte aber auch keine Hektik aufkommen lassen. Und da sind wir wieder beim Manns Super Stretch 1- Minus – einfach die beste Wahl. 

Welches Angelgerät liegt bei mir im Boot? Ich bevorzuge hier längere Ruten bis zu drei Metern, um einfach den Köder so lange und so nah wie möglich an die Ufersteinpackungen zu bringen. Mein Renner als Rolle auf der Rute: eine Baitcaster gefüllt mit 0,10 geflochtener Schnur.

Und jetzt „Leinen Los“, volle Fahrt voraus zum Zander. Unser Boot fährt parallel zum Ufer. Wir suchen uns Plätze entlang von Steinpackungen, die nicht tiefer als zwei Meter sind. Aber nicht vergessen, die Manns Wobbler laufen seitlich dank unseren langen Ruten auch schon mal in Tiefen von einem Meter oder sogar noch flacher! Ach, so flach? Man glaubt es kaum! Ich halte die Rute immer in der Hand, sobald der Manns Super Stretch 1-Minus den Boden berührt, hebe ich die Rute ein wenig an, aber versuche trotzdem ab und zu Bodenkontakt zu spüren.

Kommen wir zur Geschwindigkeit: Das Ziel ist, so langsam wie möglich zu fahren. Der Manns Super Stretch 1-Minus entfaltet schon bei unter zwei Kilometern pro Stunde seinen verführerischen Lauf. Diese Angelei ist aufregend und effektiv. Der Kern des Ganzen liegt darin, dass ich langsam schleppe und dass sich der Köder dadurch fast immer im heißen Bereich befindet, wo die Räuber am liebsten jagen. Meistens berührt die Tauchschaufel einmal, eventuell auch zweimal, die Steine am Boden, bis dann der knallharte Biss kommt.

Den Manns Super Stretch 1-Minus gibt es in verschiedenen Größen und Farben. Bei mir hat er sich in der Farbe Blue Baitfish absolut bewährt. Nachts, nie wieder ohne! Damit auch das Lachen des Zanderanglers in der Nacht zu hören ist. 

 

Euer Musa Dogan

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